Das Brahma Vihara Arama liegt am üppigen Hügel des Dorfes Banjar Tegeha im Norden Balis und ist das größte buddhistische Kloster der Insel. An einem Ort, an dem fast 90 % der Bevölkerung Hinduismus praktizieren, fühlt es sich an, als würde man auf dieses ruhige buddhistische Heiligtum stoßen, als würde man eine geheime Welt entdecken.
Ich hörte zum ersten Mal von diesem Tempel durch einen Mitreisenden in Lovina, der ihn als „Balis bestgehütetes Geheimnis“ beschrieb. Nach meinem Besuch kann ich nur zustimmen. Während die Menschenmassen nach Tanah Lot und Uluwatu strömen, steht dieses friedliche Kloster auf einem Hügel fast leer und bietet atemberaubende Ausblicke, faszinierende Architektur und echte Ruhe.
Was Brahma Vihara Arama so besonders macht
Was mir sofort auffiel, war die unglaubliche Mischung architektonischer Stile. Im Gegensatz zu allen anderen Tempeln, die ich in Südostasien besucht habe, verbindet Brahma Vihara Arama theravada-buddhistische Traditionen mit balinesischen Hindu-Dekorationselementen, thailändischen Stupas, nepalesischen Pagoden und tibetischen Einflüssen. Das Ergebnis ist etwas wirklich Einzigartiges, das es nirgendwo sonst auf der Welt gibt.
Das Kloster wurde 1970 von Bhikkhu Girirakkhito gegründet, einem balinesischen Mann, der in Bangkok zum buddhistischen Mönch ordiniert wurde. Ausgehend von einer winzigen Gemeinschaft von 25 Anhängern baute er einen heute weitläufigen, 4 Hektar großen Komplex aus Tempeln, Gärten und Meditationshallen.
Was es zu sehen gibt
Der Haupttempel
Die zentrale Anbetungshalle beherbergt goldene Buddha-Statuen, komplizierte Steintafeln und detaillierte Wandgemälde, die Schlüsselmomente aus Buddhas Leben darstellen. Nehmen Sie sich hier Zeit – die Handwerkskunst ist außergewöhnlich.
Der Mini Borobudur
Das ist das absolute Highlight. Am höchsten Punkt des Komplexes, den Sie über große Treppen erreichen, die von prächtigen Drachengeländern (Naga) flankiert werden, finden Sie eine atemberaubende Miniaturnachbildung des berühmten Borobudur-Tempels auf Java. Die glockenförmigen Stupas vor dem Hintergrund der Berge und der Küste Nordbalis bilden einen der fotogensten Orte, die ich jemals auf Bali gefunden habe.